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Blick in die aktuelle ISRAEL Ausgabe

WinterWunderLand Israel

Veröffentlicht am 12.03.2021

Schnee ist im Winter in Jerusalem zwar nicht alltäglich - aber einfach wunderschön!
Archivfoto: Mark Neyman, gpoSchnee ist im Winter in Jerusalem zwar nicht alltäglich - aber einfach wunderschön! Archivfoto: Mark Neyman, gpoOb der Regen in den Wintermonaten in Israels Hauptstadt Jerusalem zu Schnee wird, kann vorher keiner wissen. Doch wer im Heiligen Land seinen Winterurlaub verbringt, kann auf jeden Fall sowohl Skihose als auch Badesachen einpacken. Auch die Wanderschuhe sollte man nicht vergessen. Die verschiedenen Möglichkeiten im Überblick

Israel im Winter: Reich gesegnet

Obwohl Israel kaum so groß wie Hessen ist, besteht es aus vielen verschiedenen Klimazonen. Das ist vor allem im Winter erlebbar - beim Wandern in der Wüste, Skifahren auf dem Golan oder Sonnenbaden in Eilat.

Alle Möglichkeiten im Überblick:

1. Skifahren auf dem Mount Hermon

Israel im Winter. Das Mount Hermon Skiressort.
Foto: Mark Neyman, gpoIsrael im Winter. Das Mount Hermon Skiressort. Foto: Mark Neyman, gpoDas schöne Skigebiet liegt auf den Golanhöhen und reicht bis auf 2.040 Meter. Das Mount Hermon Skiressort verfügt über insgesamt 45 Kilometer Piste und neun Lifte und erhält auf der internationalen Skigebiet-Bewertungshomepage  „Ski-Resort.de“ immerhin 3 von 5 Sternen. Die Saison dauert bei Schneefall von Mitte Dezember bis Mitte März.

Geöffnet ist von 9 bis 16 Uhr. Man sollte sich trotzdem vor der Anreise nochmals nach den aktuellen Öffnungszeiten erkundigen, da diese aufgrund von Schulferien und Feiertagen variieren können. An der Talstation kann man Ski, Snowboards und auch komplette Winterkleidung ausleihen, da die meisten Israelis keine Kleidung besitzen, mit der es sich warm und trocken Ski fahren ließe. Immerhin geht es den Großteil des Jahres darum, möglichst wenig warme Kleidung zu tragen.

2. Wanderungen

Jetzt ist eine gute Zeit für Wanderungen—vor allem für Wanderungen in der Wüste, denn es ist zwar immer noch warm, aber nicht mehr brütend heiß. Man sollte aber aufpassen, dass man nicht in eine Sturzflut gerät, besonders wenn man in den sogenannten „Wadis“ wandern geht. Hier handelt es sich um ausgetrocknete Flussbette, die erst nach und bei starkem Regen Wasser führen. Es empfiehlt sich, immer vor Ort bei der zuständigen Parkbehörde nachzufragen und auch das Wetter der Umgebung im Auge zu behalten, da der für Sturzfluten sorgende Regen oft in kilometerweit entfernten Ortschaften niedergeht. Durch den Regen hat man im Frühling aber auch die Chance, die Wüste blühen zu sehen.

3. Besichtigungen

Im Winter kann man Israels Sehenswürdigkeiten richtig auskosten. Immerhin ist wesentlich weniger los als im Sommer. Neben den üblichen Zielen in Jerusalem bieten sich Sehenswürdigkeiten an, deren Besichtigung in den heißen Monaten aufgrund der großen Hitze sehr anstrengend ist. Zum Beispiel Masada am Toten Meer. Hier ist es gerade angenehm warm und man kann den Fußweg zur Festung gehen, ohne von der Sonne geröstet zu werden. Bekannt geworden ist Masada als der Ort, an den sich die letzten jüdischen Widerstandskämpfer zur Zeit der römischen Herrschaft zurückgezogen hatten. Letztendlich war die Festung der römischen Übermacht nicht gewachsen. Die 1.000 jüdischen Rebellen und ihre Familien begingen Selbstmord, um nicht als Sklaven zu enden.

Oder man besucht einen der Kibbuzim in der Wüste. Zum Beispiel den Kibbuz Sde Boker im Negev, in dem sich Israels Staatsgründer und Ministerpräsident David Ben-Gurion zur Ruhe gesetzt hatte. Sein Grab liegt nur wenige Kilometer südlich vom Kibbuz bei der „Ben-Gurion-Akademie“ (lesen Sie dazu auch den Beitrag „Auszeit in der Wüste, Seite 32).

Adresse: 8499300 Kibbuz Sde Boker.

4. Strandurlaub

Auch Israel im Winter. In Eilat herrscht das ganze Jahr über Badesaison.
Foto: Vitaly PaykovAuch Israel im Winter. In Eilat herrscht das ganze Jahr über Badesaison. Foto: Vitaly PaykovAber auch für Menschen, die einfach nur der Kälte zuhause entfliehen wollen, gibt es tolle Möglichkeiten – zum Beispiel in Eilat. Hier herrschen selbst im Winter noch 25 Grad und das Rote Meer misst mindestens 21 Grad. Man kann entspannt am Strand liegen, schnorcheln, schwimmen und das Leben genießen. Wer sich früh genug anmeldet, hat die Chance, mit Delphinen tauchen zu gehen.

Reservierungen per E-Mail an: reservation@dolphinreef.co.il, Adresse: Dereh Metsarim, Eilat.

5. Heiße Quellen

Wem das Wasser in Eilat nicht warm genug ist, der sollte einen Abstecher zu einer von Israels heißen Quellen machen – manche davon mit Spa und anderen Attraktionen. Eine der naturbelassensten Quellen ist Gan HaShlosha im gleichnamigen Nationalpark, dieser liegt am Nordrand der Gilboa-Berge unweit von Bet Sche’an.

Gan haShlosha bedeutet „Garten der Drei“, benannt zu Ehren der drei Siedler Aharon Etkin, Haim Sturman und David Mosensohn, die hier 1938 durch eine Landmine getötet wurden. Die Quelle hat das ganze Jahr über konstant eine Temperatur von 28 Grad. Nebenbei kann man sich kulturell weiterbilden: In der Nähe gibt es ein archäologisches Museum, eine rekonstruierte Mühle und eine Plantage mit Bäumen und Pflanzen, die in der Bibel Erwähnung finden, wie zum Beispiel Feigenbäume, Weinreben und Granatapfelbäume. Der Gan HaShlosha Nationalpark hat von April bis September von 8 bis 17 Uhr und von Oktober bis März von 8 bis 16 Uhr geöffnet. An Freitagen und Feiertagen wird eine Stunde früher geschlossen. Der Eintritt kostet für Erwachsene zirka 9,50 Euro (38 NIS) und für Kinder 5,57 Euro (23 NIS).

Anfahrt: Die Quelle in Gan HaShlosha liegt im Bet She'an Tal, in der Nähe des Kibbuz Nir David, fünf Kilometer westlich von Bet She'an. Erreichbar ist sie über die Straße 669.

6. Safari

Für Kinder ist besonders Hamat Gader zu empfehlen. Hier hat es nicht nur verschiedene Pools, die alle von einer heißen Quelle gespeist werden, sondern auch eine Krokodilfarm zur Besichtigung. Denn die Alligatoren, Krokodile, Schlangen und Kaimane fühlen sich in den natürlich warmen Wassern sehr wohl. Auch eine Papagei-Show kann man sich hier ansehen. Oder man lässt sich im Spa verwöhnen und isst anschließend in einem der Cafés.

Anfahrt: Die Zufahrt nach Hamat Gader geht von der Straße 98 ab.