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Golda Meir - Entweder du bist, oder du bist nicht

Veröffentlicht am 17.03.2021

Golda Meir. 
Foto: Hans Pin, gpoGolda Meir. Foto: Hans Pin, gpo"Sein oder nicht sein beinhaltet keinen Kompromiss. Entweder du bist, oder du bist nicht.", Golda Meir. Für Sie war es schon immer klar, dass sie sein wollte. Und das spiegelte sich auch in ihrer Politik wider, denn diese war für sie ein Überlebenskampf.

  • "Als ich Diplomat wurde, war das Erste, was ich lernen musste, den Mund zu halten - in vielen Sprachen."

 

  • "Moses schleppte und 40 Jahre durch die Wüste, um uns an den einzigen Ort im Nahen Osten zu bringen, an dem es kein Öl gibt."

Golda Meir erlebt schon früh was Angst ist

Geboren am 3. Mai 1898 in Kiew muss sie schon früh miterleben, wie es ist, in Angst und Schrecken zu leben, nur weil man „anders“ ist. Im damaligen Russland finden Pogrome statt, ist die Angst allgegenwärtig. Schließlich flieht ihr Vater, der Zimmermann Moshe Mobovitch, nach Amerika und holt seine Familie 1906 nach.

Die kleine Golda Meir lernt gerne und schließt die achte Klasse als Klassenbeste ab. Doch ihre Mutter ist dagegen, dass die Tochter weiterlernt. Sie will Golda lieber verheiraten, aber Golda will das nicht. Sie läuft weg und wohnt fortan bei ihrer Schwester, um weiter zur Schule gehen zu können. Hier lernt sie ihren zukünftigen Mann Morris Meyerson kennen. Und die zionistische Gruppe „Poale Zion“. Fortan setzt sie sich fast ununterbrochen für einen jüdischen Staat ein. Zudem unterrichtet sie in einer jüdischen Schule und bringt den Kindern ihre jüdische Identität näher. Dann beginnt sie eine Ausbildung zur Lehrerin, die sie aber im zweiten Semester abbricht, um sich voll und ganz der Politik zu widmen.

1920 überredet sie ihren Mann dazu, mit ihr nach Palästina auszuwandern. Ihren Nachnamen ändern sie von „Meyerson“ zu „Meir“.

Golda Meir - Premierministerin

In Palästina angekommen, schließt sich das Paar erst einem Kibbuz an, bevor sie nach Jerusalem ziehen, wo Golda Meir zwei Kinder bekommt. Immer noch setzt sie sich lautstark für einen jüdischen Staat ein und auch die Politik verlässt sie nicht: Sie wird Sekretärin der jüdischen Arbeiterunion Palästina. Während des Zweiten Weltkriegs entwickelt sie sich zu einer bedeutenden Politikerin und gehört 1948 zu den 25 Unterzeichnern der israelischen Unabhängigkeitserklärung.

Und ihre politische Karriere hat gerade erst begonnen. Sie wird die erste israelische Botschafterin in der Sowjetunion und leitet die Emigration vieler sowjetischer Juden nach Israel. Als sie wieder zurückkommt, wird sie als Abgeordnete der Arbeitspartei Mapei in die Knesset gewählt. Golda Meir wird Arbeitsministerin und erreicht große Fortschritte beim Aufbau eines Sozialsystems und der Schaffung von Arbeitsplätzen für die vielen Einwanderer.

Später wird sie Außenministerin, dann Premierministerin. 1974 tritt Golda Meir zurück. Sie stirbt am 8. Dezember 1978 im Alter von 80 Jahren in Jerusalem an Leukämie.

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